Eine Ruhezone im Klassenzimmer schaffen: Ein Sinnesbereich für alle Lernenden
Was ist eine Sinnesecke oder ein Sinnesbereich im Klassenzimmer?
Eine Sinnesecke – im Klassenzimmer auch Sinnesbereich genannt – ist ein sorgfältig gestalteter Bereich, der Kindern durch beruhigende Sinnesreize . Ob Sinnesecke oder Sinnesbereich genannt, der Zweck bleibt derselbe: einen Rückzugsort im Klassenzimmer zu schaffen, an dem Schülerinnen und Schüler eine Pause einlegen, zur Ruhe kommen und konzentrierter weiterlernen können.
Dieser Bereich umfasst oft Folgendes:
Weiche Sitzmöbel oder Sitzsäcke
Visuelle Hilfsmittel wie Lichtsäulen oder Lavaleuchten
Gewichtsdecken oder Schoßkissen
Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung
Fidget-Tools oder taktile Bedienfelder
Warum Klassenzimmer Ruhezonen brauchen?
Heutige Klassenzimmer sind lebhafte Umgebungen, die Kinder, insbesondere solche mit sensorischen Verarbeitungsstörungen, . Hier kommt eine Ruhezone im Klassenzimmer ins Spiel – ein speziell dafür eingerichteter Raum, der die emotionale Regulation, das Selbstbewusstsein und die Konzentration fördert. Diese sensorisch angepassten Bereiche kommen nicht nur Schülern mit neurologischen Besonderheiten zugute, sondern allen Kindern, die dem täglichen Schulstress ausgesetzt sind.
Wie man einem Kind mit sensorischen Bedürfnissen in der Schule helfen kann
Kinder, die sensorische Reize suchen, wirken oft hyperaktiv und sind ständig in Bewegung, berühren Dinge oder reden. Für diese Kinder sind Bewegung und Stimulation keine Ablenkung – sie sind für ihre Selbstregulation unerlässlich.
Um sie im Unterricht zu unterstützen:
Integrieren Sie sensorische Pausen, die Bewegung und geistig anregende Aktivitäten beinhalten
Verwenden Sie Widerstandsbänder an Stühlen für die Beinbewegung
Bieten Sie Fidget-Spielzeug oder kaubare Sinnesspielzeuge an. Schaffen Sie einen Sinnesbereich, in dem sie sich strecken, springen oder sicher mit taktilen Materialien interagieren können
Diese Strategien helfen nicht nur bei der Konzentration und der Bewältigung von herausforderndem Verhalten, sondern reduzieren auch Störungen für den Rest der Klasse.
Die sensorischen Bedürfnisse im Klassenzimmer verstehen
Jedes Kind hat im Klassenzimmer individuelle sensorische Bedürfnisse. Manche sind überempfindlich (und werden leicht von Lärm, Licht oder Berührungen überfordert), andere hingegen unterempfindlich (und benötigen mehr Reize, um konzentriert zu bleiben). Diese Unterschiede zu erkennen und zu berücksichtigen, ist der Schlüssel zu einer inklusiven Lernumgebung.
Anzeichen für sensorische Verarbeitungsstörungen können sein:
Ohren zuhalten bei normalem Lärm
Schwierigkeiten beim Stillsitzen
Vermeidung bestimmter Texturen oder Aktivitäten
Zeigen unangemessenes Verhalten aufgrund sensorischer Überstimulation.
Sensorische Strategien für den Unterricht
Um den unterschiedlichen sensorischen Bedürfnissen gerecht zu werden, können Lehrkräfte subtile, aber dennoch effektive sensorische Strategien in den Unterricht integrieren:
Nutzen Sie visuelle Zeitpläne, um Ängste abzubauen
Ermöglichen Sie flexible Sitzmöglichkeiten
Gedämpftes, grelles Licht oder natürliches Licht verwenden
Stellen Sie Sinnesboxen mit Reis, Kieselsteinen oder Perlen bereit
Gewähren Sie allen Schülern regelmäßige sensorische Pausen
Verwenden Sie einen visuellen Timer, um einen Zeitrahmen anzugeben
Die proaktive Einbeziehung dieser Ideen hilft, eine sensorische Überlastung zu vermeiden und die Selbstregulation im Laufe des Tages zu unterstützen.
Vorteile von Sinnesräumen in Schulen
Eine Ruhezone ist zwar eine hervorragende Lösung für den Unterricht, doch viele Schulen investieren auch in klassische Sinnesräume. Diese speziell dafür eingerichteten Räume bieten kontrollierte, multisensorische Erlebnisse, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind. SENcastle vereint das Beste aus beiden Welten: Es ist ein perfekt ausbalancierter, kompakter Raum, der sowohl als eigenständige Einheit als auch als Teil erweiterter und angereicherter Sinnesräume genutzt werden kann.
Sinnesräume in Schulen bieten folgende Vorteile:
Verbesserte Konzentration und Aufmerksamkeit
Reduzierte Angstzustände und Stress
Verbesserte Kommunikations- und soziale Fähigkeiten
Bessere emotionale Selbstregulation
Sicherer Raum zur Deeskalation von Verhaltenskonflikten
Therapeutischer Sinnesraum: Eine unverzichtbare Ressource
Sinnesräume unterstützen Kinder mit Autismus, ADHS, Traumata und anderen Beeinträchtigungen und sind daher sowohl im Regelschulbereich als auch in der Sonderpädagogik eine wertvolle Ressource.
Für Schüler in Förderprogrammen ist ein Sinnestherapieraum kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Diese Räume werden in Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten, Pädagogen und anderen Fachkräften so gestaltet, dass sie den individuellen Bedürfnissen neurodiverser Kinder . Sie sind häufig mit Schaukeln, Sprudelsäulen, Gewichten und interaktiven Elementen ausgestattet.
Solche Räume helfen Kindern, eine Toleranz gegenüber Reizen aufzubauen und Selbstregulationsfähigkeiten in einem strukturierten, therapeutischen Umfeld zu üben.
Vorschulklasse für Kinder mit Autismus: Sensorische Integration von Anfang an
In einer Vorschulklasse für Kinder mit Autismus sind sensorische Hilfsmittel und Routinen oft fester Bestandteil des Tagesablaufs. Junge Kinder im Autismus-Spektrum profitieren von Vorhersehbarkeit, sanften Sinnesreizen und klar definierten Ruhezonen. Ein auf sensorische Integration ausgerichteter Klassenraum hilft ihnen dabei:
Emotionales Bewusstsein entwickeln
Motorische Fähigkeiten entwickeln
Leichterer Übergang zwischen Aktivitäten
Nehmen Sie an Gruppenlernprozessen mit weniger Wutausbrüchen teil
Schlussgedanken: Klein anfangen, groß denken
Ob Sie mit einem Sitzsack und einer Gefühlstabelle beginnen oder einen kompletten Sinnesraum einrichten – eine Ruhezone im Klassenzimmer ist ein wichtiger Schritt hin zu einem inklusiveren und unterstützenden Schulklima. SENcastle ist zweifellos eine der besten Lösungen auf dem Markt: Es ist mobil und bietet eine Komplettlösung. Lesen Sie in unserem Blog mehr über die Erfahrungen mit SENcastle im professionellen Umfeld.